Welcher ist der bessere Grippeschutz? (NEJM)

By steffenerich

Impfungen gegen eine Grippe können mit der Zeit an Wirkkraft einbüßen. Grund hierfür ist, dass die Eigenschaften des Antigens der Viren von denen im Impfstoff zunehmend differieren.

 

Die an der „University of Michigan“ tätige Arbeitsgruppe um Suzanne E. Ohmit analysierte, ob verschiedene Typen von Wirkstoffen unterschiedlich effizient sind.  

 

Verwendet wurden neben lebenden, inaktivierten sowie abgeschwächten Erregern, auch Placebokontrollen in einem Doppelblindtest. Die Untersuchung fand zur Zeit der Grippesaison 2004-2005 mit 1247 gesunden Erwachsenen statt. Geimpft wurden die Probanden in den Monaten Oktober, November und Dezember 2004. Mit dem Antigen-veränderten Typ A H3N2 Virus sowie dem Typ B Viren zweier verschiedener Linien begann im Januar des Jahres 2005 die Grippeaktivität in Michigan.

Die totale Effektivität der inaktivierten Erreger als Impfstoff gegen beide Virentypen lag bei 77 %, die von abgeschwächten Erregern lag bei 57 % (A-Typ), 48 % (B-Typ I) und 30 % (B-Typ II).

 

Beim Schutz gegen B-Typ-Viren liegt der maßgebliche Unterschied in den zwei Impfstoffen. Die inaktivierten Erreger waren trotzdem bei der Prophylaxe von Grippeerkrankungen bei gesunden Erwachsenen wirkungsvoll. Die abgeschwächten Erreger wehrten Grippeerkrankungen ebenso ab, allerdings weniger effektiv.

 

Quelle:

 

Ohmit et al.: Prevention of Antigenically Drifted Influenza by Inactivated and Live Attenuated Vaccines, NEJM 355, 2513 – 2522

 

http://content.nejm.org/cgi/content/full/355/24/2513?query=TOC


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